BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 103b


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Concertino classico D-Dur für Violine (I. Lage) und Klavier oder Streicher op. 103b (1999)




I. Allegro

II. Elegie

III. Presto

 

Widmung: für meinen Enkel Fabian

Aufführungsdauer: 12 Minuten

Autograph Klavierfassung:
Titel: Concertino classico (D-Dur) für Violine + Klavier
Umfang: 17 Seiten
Datierung: I. Juli 99  II. 11.8.99 [Sonnenfinsternis] III. 26.8.99

Verlag: Schott Music
Ausgabe für Violine und Klavier

Klavierauszug und Violinstimme VLB 127/ ISMN: M-001-15165-8
Ausgabe für Solo-Violine und Streicher:

Partitur CON 255 /ISMN: M-001-15142-9
Stimmen CON 255-50 / ISMN: M-001-15143-6

Fassung mit Streichern  
I. II.III.
Fassung mit Klavier

I.II.III.

 

Das Concertino classico für Violine und Klavier oder Streicher von Bertold Hummel entstand im Sommer 1999 als sein Enkelkind Fabian auf der Geige gerade die erste Lage beherrschte. Die Idee war, beginnenden GeigerInnen ein kleines Violinkonzert zur Verfügung zu stellen, um die wenigen technischen Fertigkeiten musizierender Weise zu erproben. Je nach Gelegenheit kann es mit einem begleitenden Klavier, einem Streichquartett oder zusammen mit dem Schulorchester aufgeführt werden.

Der Titel verrät schon, dass sich Hummel an Form und Tonsprache des klassischen Solokonzertes orientiert. In drei Sätzen werden einfache, volkstümlich anmutende Themen vorgestellt und variiert. Eine größere Kadenz im Allegro wird von Hummel - je nach Charakter des geigenden Kindes - nur ad libitum angeboten. Die kurze überleitende Kadenz im Presto muss dagegen gespielt werden. Mit dem wehmütigen Finnischen Volkslied, das in der Elegie variiert wird, überbrückte das Ehepaar Hummel gerne räumliche Entfernungen.

Wahrscheinlich im Jahr 2000 bearbeitete er den zweiten Satz zur Elegie für Viola und Klavier für seine Schwiegertochter Andrea.


Finnisches Volkslied
(Nachdichtung: Gisela Tiedge)

Über den Berg ist mein Liebster gezogen,
weit übers Meer ist mein Falke geflogen.
Wenn er gedächte der heimlichen Nächte,
dann kehrte er zurück.

Hinter dem Salzmeer im goldenen Schlosse
tränkt er dem König die stampfenden Rosse.
Wenn er gedächte der heimlichen Nächte,
dann kehrte er zurück.

Schön wie der Morgen auf waldigen Auen,
strahlt er hervor aus den Rittern und Frauen.
Wenn er gedächte der heimlichen Nächte,
dann kehrte er zurück.

Liebliche Jungfraun, was lacht ihr dem Schönen.
Nie wird sein Herz sich an eures gewöhnen,
wenn er gedächte der heimlichen Nächte,
dann kehrte er zurück.

Ach ich vergehe vor Kummer und Schmerzen,
möchte mit tausend Armen ihn herzen!
Doch er gedenkt nicht der heimlichen Nächte
und kehret nicht zurück.

 

Finnisches Volkslied:

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