BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 62b


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Divertimento für Englischhorn und Viola, op. 62b (1977)


I. Prolog

II. Intermezzo Version für Fagott und Violoncello

III. Walzer

IV. Introduktion und Marsch

 

Uraufführung: 23. Oktober 1977 / Bremen, Schloss Schönebeck
Jürgen Hollerbuhl / Eva Hollerbuhl

Aufführungsdauer: 10 Minuten

Verlag: Schott Music ED 20291 / ISMN: M-001-14996-9

I. II.III.IV.

 

Presse

Orchester 7/8/1986

Im Jahre 1981 erschien beim Schuberthverlag Hamburg das Divertimento für Fagott und Violoncello op. 62c von Bertold Hummel, welches im Jahr 1977 entstand und nach einer Vorlage für Englischhorn und Viola (übrigens eine Gelegenheitskomposition als Ständchen zu einer Hochzeit zweier befreundeter Musiker) vom Komponisten in der erschienenen Besetzung bearbeitet wurde.
Da es bedauerlicherweise für diese Besetzung bis heute sehr wenig Literatur gibt, bedeutet diese Komposition mit Sicherheit auch auf Grund ihrer musikalischen Qualität eine Bereicherung. Es handelt sich bei dieser reizvollen Kammermusik um ein mittelschweres musikantisches Werk, welches nicht etwa aus kompositorischer Theorie, sondern vielmehr von einem komponierenden Instrumentalisten für das jeweilige Instrument und seine charakteristischen Merkmale geschrieben und somit auch für den kammerrnusikalischen Instrumentalunterricht bestens geeignet ist.
Ausgehend von prägnanten Kurzmotiven, die in vier recht gegensätzlichen Sätzen vom Komponisten - quasi im Serenadenstil - bearbeitet wurden, wird trotz freitonaler Anlage auf tonale Formulierungen und Wendungen nicht verzichtet. Der klangliche Bezug von Bertold Hummel zu Genzmer bzw. Hindemith ist hörbar und die vier Sätze gliedern sich in einen gesanglichen Prolog, ein motorisch-musikantisches Intermezzo, einen verspielten, reizvollen Walzer, eine ausdrucksvolle Introduktion und einen energischen Marsch.
Der Komponist Bertold Hummel ist seit 1979 Präsident der Hochschule für Musik in Würzburg. Innerhalb der breiten Palette seiner Werke gibt diese Komposition Aufschluß über die Vielseitigkeit des Komponisten. Dieses Divertimento wurde übrigens von dem Fagottisten Eberhard Buschrnann und Bertold Hummel (Cello) am Bayerischen Rundfunk eingespielt.

 

Bremer Nachrichten Oktober 1977

Im Divertimento für Englischhorn und Viola zeigten Eva und Jürgen Hollerbuhl, dass sie sich nicht nur in Barock und Klassik zu Hause fühlen, sondern auch in der Moderne. Besagtes Divertimento wurde eigens von Bertold Hummel für sie geschrieben. Amüsant wirkten die zwar sorgfältig eingeübten, doch immer wieder neckisch-ausgefallenen Schlußformeln, die einen ganzen Satz zur Frage, zur Aussage, zum Streitgespräch oder Scherz erklärten.


Erstausgabe: J. Schuberth & Co., Eisenach 1997