BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 62c


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Divertimento für Fagott und Violoncello op. 62c (1977/1978)

I. Prolog

II. Intermezzo

III. Walzer

IV. Introduktion und Marsch

 

Uraufführung: 31. Dezember 1978, Freiburg, Kaisersaal des Kaufhauses
Matthias Maria Scholz / Monika Schwamberger

Aufführungsdauer: 10 Minuten

Autograph:
Titel: Divertimento für Fagott und Violoncello (1977) (nach dem Div. f. E.H. u. Vla bearbeitet)
Umfang: 14 Seiten
Datierung: 22.9.76 Bearb. 12.77 nach dem Div. f. E.H. u. Vla

Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek München

Verlag: Schott Music ED 20292 / ISMN: M-001-14997-6

 

Presse

Südkurier 5.1.1979

Eine klanglich witzige Zwiesprache für Fagott und Violoncello, wurde zu einer köstlichen Silvestergabe. In pathetischem Dialog, gefolgt von einem musikalischen Disput und einem lustigen Walzer lädt der Komponist zu einem optimistischen Marsch ins neue Jahr ein. Der Beifall bestätigte, dass Hummel nicht an der Hörern vorbeimusizierte.

 

Orchester 7/8/1986

Im Jahre 1981 erschien beim Schuberthverlag Hamburg das Divertimento für Fagott und Violoncello op. 62c von Bertold Hummel, welches im Jahr 1977 entstand und nach einer Vorlage für Englischhorn und Viola (übrigens eine Gelegenheitskomposition als Ständchen zu einer Hochzeit zweier befreundeter Musiker) vom Komponisten in der erschienenen Besetzung bearbeitet wurde.
Da es bedauerlicherweise für diese Besetzung bis heute sehr wenig Literatur gibt, bedeutet diese Komposition mit Sicherheit auch auf Grund ihrer musikalischen Qualität eine Bereicherung. Es handelt sich bei dieser reizvollen Kammermusik um ein mittelschweres musikantisches Werk, welches nicht etwa aus kompositorischer Theorie, sondern vielmehr von einem komponierenden Instrumentalisten für das jeweilige Instrument und seine charakteristischen Merkmale geschrieben und somit auch für den kammerrnusikalischen Instrumentalunterricht bestens geeignet ist.
Ausgehend von prägnanten Kurzmotiven, die in vier recht gegensätzlichen Sätzen vom Komponisten - quasi im Serenadenstil - bearbeitet wurden, wird trotz freitonaler Anlage auf tonale Formulierungen und Wendungen nicht verzichtet. Der klangliche Bezug von Bertold Hummel zu Genzmer bzw. Hindemith ist hörbar und die vier Sätze gliedern sich in einen gesanglichen Prolog, ein motorisch-musikantisches Intermezzo, einen verspielten, reizvollen Walzer, eine ausdrucksvolle Introduktion und einen energischen Marsch.
Der Komponist Bertold Hummel ist seit 1979 Präsident der Hochschule für Musik in Würzburg. Innerhalb der breiten Palette seiner Werke gibt diese Komposition Aufschluß über die Vielseitigkeit des Komponisten. Dieses Divertimento wurde übrigens von dem Fagottisten Eberhard Buschrnann und Bertold Hummel (Cello) am Bayerischen Rundfunk eingespielt.

Alfred Rinderspacher

 

Badische Zeitung 3.1.1979

Hummel versprüht glänzende Musizierlaune und viel Witz in vier Sätzen für die fast nur von Mozart beschenkte Besetzung Fagott und Violoncello: genau für Klang- und Ausdruckscharakter der Instrumente maßgeschneidert, musikantisch und spritzig (beim Schluß-Marsch schien Strawinsky Pate zu stehen) fand die Komposition in Matthias Maria Scholz und Monika Schwammberger treffliche Interpreten.


Erstausgabe: J. Schuberth & Co., Hamburg 1981