BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 76B


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Burleske für Bläserquintett (Fl., Ob., Klar. i. B, Hrn. i. F, Fag.), op. 76b (1982)

 

Uraufführung: 15. November 1983, Würzburg, Hochschule für Musik
Leonore Kluge / Jean Hall / Konstantin von Walderdorff / Friedemann Burkhardt / Michael Held

Aufführungsdauer: 5 Minuten

Autograph:
Titel: Burleske für Bläserquintett op. 76b (1980)
Umfang: 16 Seiten
Datierung: 26.1.82

Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek München

Verlag: Schott Music ED 20284 / ISMN: M-001-14989-1

 

Presse:

Das Orchester, Juli / August 1995

Die Qualität der Burleske für Bläserquintett des jetzt 70jährigen Bertold Hummel liegt in der hohen handwerklichen Kunst und der effektvollen Gestaltung des kurzweiligen Satzes auf der Grundlage einer an der Tradition ausgerichteten Tonsprache begründet. Innerhalb der rondoartigen Konzeption gibt es ein vielfältiges Motivspiel mit Quarte und Tritonus. Kontrapunktisches Denken bestimmt über weite Strecken den musikalischen Verlauf. Andererseits lässt Hummel auch den homophonen Tuttiklang zur Wirkung kommen. Aparte Klangwirkungenen erzielt er mit den sich zm tutti verdichtendenen Trillerpartien, die auch die Burleske eröffnen. Der im Presto-Tempo (Halbe=152) gespielte Bläserquintett-Satz, bei dem die Individualität der einzelnen Instrumente etwas zu sehr in den Hintergrund tritt, hat genau die richtige Länge für eine Zugabe; er eignet sich aber auch als Wettbewerbsstück für ein junges Bläserquintett, das darin bei nicht sehr großen technischen Ansprüchen vor allem Perfektion im Zusammenspiel unter Beweis stellen kann.

Heribert Haase

 

Main-Post, 17. November 1983

... darunter eine auf Anregung von Gottfried Langenstein entstandene und als Zugabenstück für Bläserquintett gedachte "Burleske" (...)  Ein "typischer Hummel" möchte man konstatieren, in einer humorvollen Klangsprache, die in ihrer Gedankenfrische im Wechsel zwischen langsameren und bewegten "Bausteinen" und einer Fülle musikalischer Ideen, sozusagen auf kleinem Raum zusammengefaßt, die fünf Instrumente reihum und gleichwertig zum Zuge kommen läßt.

Hans Behr