BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 78


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Suite für Violine solo, op 78 (1982)


I. Fantasia

II. Burleske

III. Metamorphosen Anfang

 

Widmung: für Joshua Epstein

Aufführungsdauer: 19 Minuten

Autograph:
Titel: Suite für Violine solo op. 78
Umfang: 16 Seiten
Datierung: 16.12.82

Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek München

Verlag: N. Simrock Hamburg-London (Boosey & Hawkes) ED 2941 /  ISMN M-2211-0843-2

I. II. III.

Conventus Musicus CM 106

Oscar Bohorquez solo

 

 

Auf Anregung von Joshua Epstein, dem das Werk gewidmet ist, entstand die Suite für Violine solo im Jahre 1982

1. Fantasia: Der ariose Duktus des Anfangs - mit einer Barockfloskel versehen - sowie das Intervall e´´ - h´´ tauchen im Satzverlauf immer wieder formgliedernd auf. Gleichbleibende Tonfolgen, ihre möglichen Umkehrungen und Transpositionen werden in einer Kette von Varianten evolutioniert. Im äussersten pp verklingt der Satz mit dem 3gestrichenen h.
2. Die Burleske bringt ein unruhiges, virtuoses Element ins Spiel. Gedanken des 1. Satzes werden wieder aufgegriffen und der Satzstruktur eingegliedert.
3. Metamorphosen: Zum bereits vorhandenen wird zusätzliches Tonmaterial eingeführt. Rhapsodische und rezitativische Abschnitte stehen im Gegensatz zu rhythmisch betonten Abläufen. Dieser Satz bildet in seiner Summation des Materials gleichsam die Durchführung der beiden vorausgehenden Sätze.

Bertold Hummel

 

Presse

Deutsche Tagespost, 21.3.1987

Joshua Epstein ist der Solist der ihm gewidmeten Suite für Violine solo, op. 78, die an Vorbilder anknüpft, deren Haupt Johann Sebastian Bach ist. Auch Reger, Hindemith und Prokofieff profitierten von der schon damals weit fortgeschrittenen Virtuosität der Spieltechnik. Hummel gab der Geige das, was ihr gebührt: Er weiß um ihre Klangmöglichkeiten und die technischen Reserven, nützt sie effektvoll aus, erfüllt sie mit musikalischen Impulsen, deren Brillanz sich Epstein nicht verschließt.