BERTOLD HUMMEL - Texte zu den Werken: opus 90


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Der Schrein der Märtyrer (Textgestaltung: Paul Werner Scheele)
Oratorium für Sopran, Alt, Tenor, Bariton, Bass, Sprecher, gemischten Chor, Knabenchor, 3 Orgeln, Schlagzeugensemble und großes Orchester, op. 90 (1988/89)


Hörbeispiele:

2. Mare, fons, ostium Schluss

10. Im Seesturm (instrumental)

13. Wer ist da am Land?

42. Psalm 150 Schluss

 

Uraufführung: 14. Juli 1989, Würzburg, Kiliansdom
Barbara Schlick (Sopran), Lioba Braun (Alt), Clemens Bieber (Tenor), Martin Hummel (Bariton), David Midboe (Bass), Stephan Rehm (Sprecher), Würzburger Domchor mit Mädchenkantorei, Domsingknaben (Leitung: Franz J. Stoiber), Domorchester, Schlagzeugensemble (Leitung: Christoph Weinhart), Paul Damjakob (Hauptorgel), Gregor Frede (Chororgel), Michael Hanf (Orgel im Orchester), Gesamtleitung: Siegfried Koesler

Aufführungsdauer: 130 Minuten

Autograph:
Titel: "Der Schrein der Märtyrer"
Umfang: 362 Seiten
Datierung: I. Nr.2 6.4.88 II. - III. Nr.14 18.9.88 / Nr.15 20.Sept.88 IV. Nr.17 8.10.88 / Nr.18 14.Okt.88 / Nr.20 20.10.88 V. Nr.24 16.Nov.88 / Nr.25 17.Nov.88 / Nr.26 19.11.88 / Nr.27 27.11.88 VI. Nr.28 13.12.88 / Nr.29 22.12.88 / Nr.30 29.12.88 / Nr.32 2.1.89 / Nr.33 12.1.89 VII. Nr.36 4.2.89 / Nr.37 17.2.89 VIII. Nr.41 3.3.89 / Nr.42 3.4.89 D.S.G.
Aufbewahrungsort: Bayerische Staatsbibliothek, München

Verlag: Schott Music ED 20290 / ISMN: M-001-14995-2 (Partitur und Klavierauszug käuflich)

Conventus Musicus CM 100-1/2

 

Der Komponist spricht zum Werk
Bertold Hummel vor dem "Kiliansschrein" mit der Partitur des Oratoriums (Foto: Theresia Ruppert)

 

Programmumschlag der Uraufführung am 14. Juli 1989

 

Musica Sacra Juli/August 1989

Das Jahrhundert-Oratorium im Würzburger Dom

Bertold Hummels "Der Schrein der Märtyrer" wurde mit großem Erfolg uraufgeführt.

Fast kann man sagen, daß die Musikgeschichte seit fast mehr als zweihundert Jahren zwar von Chorwerken geistlichen Inhalts, auch mit Schrifttexten usw. sprechen kann, von Werken, die auch den Namen Oratorium tragen, vielfach aber nur von der formalen Gestaltung her, sodaß auch von einem weltlichen Oratorium gesprochen wird, was eigentlich ein Nonsens ist, auch wenn Haydn in seinen Jahreszeiten große Dank-und Amen-Passagen schreibt, nicht aber von wirklichen Oratorien. Es soll hier nicht untersucht werden, warum das so ist. Der Gedanke drängt sich aber auf, wenn man mit einem echten Oratorium konfrontiert wird, wie es dieses Werk "Der Schrein der Märtyrer" von Bertold Hummel ist.

Kirchenmusikern ist der Komponist Hummel wohl ein Begriff, denn der Name zumindest, auch wenn sie vielleicht noch nichts von ihm gesungen oder gespielt haben, begegnet in den neueren Publikationen gottesdienstlicher Musik ständig. Und ein guter Organist wird mit seinem inzwischen berühmt gewordenen "Alleluja" seine Gemeinde mit zeitgenössischer Orgelmusik nicht nur konfrontieren, sondern vielleicht auch gewinnen können, denn das berühmte Oster-Alleluja ist gut hörbar ständig präsent.

Hummel weiß, was ein Oratorium wirklich und ursprünglich ist. Er war praktizierender Kirchenmusiker durch viele Jahre und er verwechselt nicht den Begriff des Betsaal, des "Oratorium", mit dem Konzertsaal. Er weiß, wie man musikalisch mit biblischen, legendären und den unumstößlichen Texten der christlichen Heilslehre am Ausgang des zweiten Jahrtausends der christlichen Zeitrechnung, die Tradition einbeziehend und der Gegenwart gerecht werdend, umgehen kann und der Aussagekraft des Textes entsprechend offenbar auch muß, denn das, was zu hören war, ist einfach überzeugend und zwingend.

Der Text wurde von Bischof Paul-Werner Scheele konzipiert, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten, wie das bei allen großen Vokalwerken eigentlich üblich war und ist. Das Ganze ist ein Auftragswerk des Bischofs von Würzburg, der Diözese der Frankenapostel also, aus Anlaß des Martyriums der Hl. Kilian, Kolonat und Totnan vor 1300 Jahren.

Laut den Worten von Bischof Scheele in dem vorzüglich aufgemachten Programmheft teilt das Werk "Sinn und Ziel, Thematik und Aufbau mit dem Kiliansschrein von H. G. Bücker, der seit 1978 in der Westkrypta der Neumünsterkirche steht." Die betreffenden Seiten des Schreins, die Inhalt und Textaussage inspiriert haben, sind an den jeweiligen Stellen im Programmheft auch bildlich vorgestellt. Im Text selbst finden sich Ausschnitte aus der uralten irischen "Lorica Patricks", biblische Ereignisse und neutestamentliche Texte, dazu mittelalterliche Texte, Hymnen, Sequenzen und andere geistliche Dichtungen.

Die Besetzung für dieses Werk, das op. 90 von Bertold Hummel, macht im ersten Augenblick staunen. Fünf Sängersolisten, ein Sprecher, großer Chor, Mädchenchor, Knabenchor, Orchester, Schlagzeugensemble im Orchester und auf der Empore bei der großen Orgel, Chororgel, Orgel im Orchester. Aber das Werk ist für den Kiliansdom in Würzburg geschrieben, wo diese Möglichkeiten gegeben sind.

Die Wechselwirkung von Raum und Werk ist kein neues Phänomen. Musterbeispiel dafür ist ja wohl auch die französische Orgelmusik, wobei da die Orgel an sich noch hinzukommt. Für eine Aufführung in einer anderen Kirche würde der Komponist sicher Bearbeitungen vornehmen.

Vielleicht führt es etwas weit, aber mir scheint das Werk so bedeutend, daß eine Nennung der verschiedenen Kompositionselemente und Praktiken, die die ganze Musik des christlichen Abendlandes widerspiegeln, gerechtfertigt ist.

Der Dreifaltigkeit wird nach gesprochenem Text aus der Lorica Patricks zu Orgel und Schlagzeug gehuldigt und der Hörer mitten in die Musik unserer Tage hineingeworfen. Herausgeführt wird er anschließend durch eine monumentale, auch im Unisono in archaischem Duktus konzipierte Trinitätsstrophe aus einem Vesperhymnus zum Kiliansfest.

Bei der Berufung der ersten Jünger mit dem Markus-Text (Mk 1,16–18) der Berufung des Simon und Andreas wird der Evangelist (Bariton) eingeführt, rezitativisch vor durchsichtigem Orchester, die Rezitativelemente mit großen anspruchsvollen Melismen angereichert. An ein klassisches Accompagnato erinnert das Petruswort aus seinem 1. Brief von der königlichen Priesterschaft (1 Petr 2,9). Der Chor antwortet mit "Dominus fecit nos regnum" (0ff 1,6) zu einem geheimnisvoll verhaltenen Satz feinster Polyphonie.

Bei der Berufung der Frankenapostel wird Kilian (Tenor) mit einer wunderschönen Kantilene eingeführt. Aus Lukas sind die folgenden Texte von der Nachfolge, was schließlich in einem anonymen Text aus dem 12. Jh. gipfelt mit einer wunderbaren Natur- und Lebensschilderung von der Allgegenwart Christi, ein Frauenchor von hoher Anmut zusammen mit dem alles überstrahlenden Solosopran in einem faszinierenden Gesamtklang.

Im dritten Teil "Seesturm" denkt man an eine Naturschilderung des Barock oder der Frühklassik wenn auch mit zwei Orgeln und Perkussionsinstrumenten, richtig drohend, bevor der Evangelist im Rezitativ die Seesturm-Perikope (Mk 4,37–40) in Erinnerung ruft.

Ein ganz zentraler Part des Ganzen ist die Bergpredigt, wo schon die Ankündigung des Evangelisten "et aperiens os suum dicens" (Mt 5,1 f) einfach unter die Haut geht. Die folgenden acht Seligkeiten sind auf die verschiedensten solistischen und chorischen Besetzungen verteilt, wobei etwa Altsolo und Männerchor zu den Seligen reinen Herzens in der Klangkombination an so etwas unwiederbringlich Schönes wie an die Altrhapsodie von Brahms denken lassen.

Bei der Schilderung des Missionarischen Einsatzes der Frankenapostel läßt die Stimme des Herzogs (Bass) aufhorchen, wenn er Gott um die Wandlung seines Herzens bittet, wo vom Instrumentarium und der musikalischen Diktion her durchaus der weltliche Fürst auch musikalisch "weltlich" erscheint.

Ein Besonderes in ihrem Wohlklang und ihrer musikalischen Durchsichtigkeit und auch so interpretiert ist die Ergänzung des hohepriesterlichen Gebets (Joh 17,1) in dem Text aus dem Epheserbrief "Unum corpus et unus Spiritus" für Altsolo und Holzbläser. Auch hier, wie so oft in diesem Oratorium, eine ausgedehnte Vokalise, die die schönsten gregorianischen Melismen ins virtuos und doch verinnerlicht Unendliche fortzusetzen scheint. Sehr ähnliches folgt vom Sopran mit dem ganzen Orchester im Anschluß an die eindringliche Evangelistenschilderung des Golgathageschehens zu dem Johannes-Text "Niemand hat größere Liebe, als wenn er sein Leben für seine Freunde hingibt". So vollkommen im textlichen Bezug zur folgenden Schilderung des Martyriums der irischen Mönche. Folgend noch die Teile "Auferstehung" und "Himmlische Herrlichkeit": wobei bei dem "Christus resurrexit a mortuis" (1. Kor, 20–22) das uralte "Christ ist erstanden" in die Komposition einbezogen ist, fast unterschwellig als eine Beteiligung des gläubigen Volkes.

Die abschließende Huldigung für die drei Frankenapostel, die wieder mit dem Eingangsprolog des Sprechers eingeleitet wird, bringt die Kilianssequenz in verschiedenen Kompositionspraktiken vom Unisono über Organumtechniken zum gemischten Chor. Mit dem das ganze Werk krönenden Psalm 150 läßt der Komponist das über zweistündige Werk zu einer Apotheose von unbeschreiblicher Größe und kompositorischen Dichte anwachsen. Eine Dichte, die man angesichts des riesigen Aufführungsapparates hätte vermuten oder befürchten können durch das ganze Werk. Dem war aber nicht so, denn die Fülle und Monumentalität wird in diesem Oratorium durch eine in wunderbarer Transparenz angeordneten Vielfalt erreicht, die hinwiederum ganz aus den ebenso vielfältigen Texten erwachsen sein muß.

Hier aber läßt er die ersten Psalmverse des "Laudate Dominum in sanctis eius" nach dem eröffnenden Halleluja mit einem ehrfurchtgebietenden, von massivem Blech zu irisierenden Streicherclustern als eine Art Ritornell gestalteten Instrumentalsatz unterbrochen von Chor, Sprecher, Sprechchören, Baßsolo, Sopransolo und schließlich dem ganzen Ensemble erklingen um dann letztendlich das "Gloria Patri" von allen beginnend langsam in einem auf alles bezogenen Diminuendo bis zum Knabenchor allein zum "...in saecula saeculorum. Amen" im Raum nicht verhallen, sondern nachklingen. Ein Schluß, der eine Faszination ausstrahlte, die eine minutenlange Stille, ein inneres Nachhören im überfüllten Kiliansdom erzeugte, bevor der riesige Applaus losbrach.

FAS

 

Am 12. November 2000 hörte ich zum zweiten Mal den "Schrein der Märtyrer", das Opus summum meines einstigen Lehrers Bertold Hummel im Würzburger Dom. Die elementare Wucht dieses Werkes - in dieser Hinsicht Orffs "Carmina burana" vergleichbar - hat mich erschüttert. Welch großes Wissen um das Wesen von Natur und Mensch ist in diese Partitur eingeflossen: Unvergeßlich die webenden und duftenden Klänge des "Frühlings", die gefährliche Gespaltenheit des Herzogs, der sich wünscht, seine Bosheit möge in Güte gewandelt werden, unvergeßlich das schöne Altsolo, in dem sich Hummel die Musik von J.S. Bach anverwandelt hat, unvergeßlich die seltsamen Klänge nach der Reprise: hier wird ein Bogen über 2000 Jahre christlicher Glaubenserfahrung gespannt.

Claus Kühnl (5.12.2000)

 

Literatur-Tipp:

Paul Werner Scheele: Erinnerung an die Entstehung des Oratoriums "Der Schrein der Märtyrer" von Bertold Hummel, Würzburger Diözesan-Geschichtsblätter Band 66, Würzburg, 2004, S. 363-384

 

Das Textbuch:

Der Schrein der Märtyrer
Textgestaltung von Paul-Werner Scheele

I. Die allerheiligste Dreifaltigkeit

1. Sprecher, Schlagzeug und Orgel (Orgelempore)

Heute gürte ich mich mit einer großen Macht
auf meinem Weg zum Schöpfer hin:
mit der Anrufung der heiligen Dreifaltigkeit,
mit dem Glauben an die Dreiheit,
mit dem Bekennen der Einheit.

(Lorica Patricks)

2. Knaben (kleine Orgelempore) und Orgel I und II, Gem. Chor und Orchester

Mare, fons, ostium aquae terrarum:
Deus, tu omnium caput bonorum.
A te bona fluunt, ad te recurrunt.
Laus tibi, Trinitas, laus et potestas,
te laudant flumina, coelum ac terra,
a mari ad mare laus sit hac die.

(Erste und letzte Strophe aus einem Vesperhymnus zum Kiliansfest)

Übersetzung:

Meer, Quelle, Mündung, du, aller Gewässer:
Gott, du, der Ursprung all unserer Güter,
aus dir erfließt unser Gut, in dich mündet‘s.
Lob dir, Dreieinigkeit, Ehre und Vollmacht.
Dich loben Flüsse und Himmel und Erde.
Von Meer zu Meer gelobt seist du heute.

Adoranda veneranda Trinitatis est usia.
Trinitatis sub figura sacramenta latent plura.

(Erste Strophe der Meßsequenz am Kiliansfest)

Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.

Übersetzung:

Anzubeten und zu ehren ist das Wesen der Dreieinheit.
Bilder der Dreieinheit bergen viele heil'ge Gnadenzeichen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

 

II. Die Berufung der ersten Jünger

3. Evangelist (Bariton) und Orchester

Praeteriens secus mare Galilaeae vidit Simonem et Andream, fratrem Simonis, mittentes retia in mare.
Dixit eis Jesus: Venite post me et faciam piscatores hominum. Et protinus relictis retibus secuti sunt eum.
(Mk 1,16-18)

Übersetzung:

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen. Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

4. Petrus (Baß) und Orchester

Succincti lumbos mentis vestrae. (1 Petr 1, 13)
Vos autem genus electum,
regale sacerdotium, gens sancta,
populus in acquisitionem,
ut virtutes annuntietis eius,
qui de tenebris vos vocavit
in admirabile lumen suum. (1 Petr 2,9)

Übersetzung:

Umgürtet euch und macht euch bereit.
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht,
eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm,
ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde,
damit ihr die großen Taten dessen verkündet,
der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.

5. Chor und Orchester


Dominus fecit nos regnum, sacerdotes Deo et Patri suo,
ipsi gloria et imperium in saecula saeculorum. Amen. (Offb 1,6)

Übersetzung:

Der Herr hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater.
Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit, Amen.

Die Berufung der Frankenapostel

6. Kilian (Tenor) und Orchester

Den Schlüssel such ich, den Schlüssel zum Paradies. (Irisches Volksgut)

7. Sprecher, Schlagzeug, Orgel II und III (Orgelemporen)

Durch das Evangelium ermahnt und ganz im Herzen und im Geist davon ergriffen, bedachte Kilian die Worte Christi:
"Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, er nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach".
(Passio KiIiani minor 2)

8. Kilian (Tenor):

Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. (Lk 9,57)

Chor und Orchester:

Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester;
der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann. (Lk 9,58)

Kolonat (Bariton):

Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. (Lk 9,57)

Chor und Orchester:

Laß die Toten die Toten begraben; du aber gehe und verkündige das Reich Gottes. (Lk 9.60)

Totnan (Bass)

Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. (Lk 9,57)

Chor und Orchester:

Wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben. Er wird nicht in der Finsternis umhergehen. (Joh 8, 12)

9. Sopransolo, Frauenchor und Orchester

Frühling, schönste der Jahreszeiten,
liebliches Lärmen von nistenden Vögeln.
Grün sind die Wälder, grün sind die Felder,
unterm Jochholz die Ochsen,
in der Furche die Pflugschar.
Grün wogt im Westen die See,
es dehnt sich das Land in der Vielfalt der Farben ...
Im Gebirge, im Tal, auf den Inseln der See,
auf jeglichem Weg, den ich gehe:
Nirgends ein Fernesein vom gesegneten Christ!
(Anonymus, 12. Jh.)

 

III. Im Seesturm

10. Solo für zwei Orgeln (II und III) und Schlagzeug (Orgelemporen)

11. Evangelist (Bariton) und Orchester

Et exoritur procella magna venti et fluctus se mittebat in navem, ta ut iam impleretur navis. Et erat ipse in puppi supra cervical dormiens; et excitant eum et dicunt ei: "Magister, non ad te pertinet quia perimus?" Et exsurgens comminatus est vento et dixit mari: "Tace, obmutesce!" Et cessavit ventus, et facta est tranquillitas magna. Et ait illis: "Quid timidi estis? Necdum habetis fidem? (Mk 4,37-40)

Übersetzung:

Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so daß es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: "Meister, kümmert es dich nicht, daß wir zugrunde gehen?" Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: "Schweig, sei still!" Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: "Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?"

12. Chor, Sopran- und Altsolo und Orchester

Confiteantur Domino propter misericordiam eius
et mirabilia eius in filios hominum,
et sacrificent sacrificium laudis
et annuntient opera eius in exsultatione.

Tenorsolo

Et statuit procellam eius in auram,
et tacuerunt fluctus eius.

Chor, Sopran- und Altsolo und Orchester

Confiteantur Domino propter misericordiam eius
et mirabilia eius in filios hominum,
et exaltent eum in ecclesia plebis et in conventu seniorum laudent eum.

(Ps 107,21f.; 29; 21; 32)

Übersetzung

Alle sollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen. Sie sollen ihm Dankopfer weihen, mit Jubel seine Taten verkünden. Er machte aus dem Sturm ein Säuseln, so daß die Wogen des Meeres schwiegen. Alle sollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen. Sie sollen ihn in der Gemeinde des Volkes rühmen, ihn loben im Kreis der Alten.

Auf hoher Fahrt

13. Kilian (Tenor) und Orchester

Wer ist da am Land?
Wer ist da auf der Welle?
Wer ist da auf der Woge?
Unser Gott und Herr.
(Iro-schottisches Volksgut)

14. Sprecher, Schlagzeug, Orgel II und III (Orgelempore)

Kilian versammelte seine Gefährten und Schüler um sich und begann sie zu überzeugen, dem Evangelium des Herrn gemäß das Vaterland und die Eltern zu verlassen und ohne alles Christus zu folgen. Fest miteinander vereint ließen sie alles zurück und brachen auf. (Passio Kiliani minor 2)

15. Chor, Sopran- und Tenorsolo, Männer-Sprechchor, Knabenchor und Orgel II

Lenkt auf Christus den Sinn!
"Heia, Männer! Erweckt ein Echo mit unserem Heia!
Hohe Wogen erregt der Sturm, bringt rauschenden Regen.
Doch die Männer rudern mit Kraft und trotzen dem Wetter.
Unentwegt, sie zwingen den Sturm, sie zwingen den Regen,
alles besiegt der Wille, die unverdrossene Mühe,
Heia, Männer! Erweckt ein Echo mit unserem Heia!
Lenkt auf Christus den Sinn!
(Kolumban)

 

IV. Bergpredigt

16. Evangelist (Bariton) und Orchester

Videns autem turbas, ascendit in montem:
et cum sedisset, accesserunt ad eum discipuli eius;
et aperiens os suum dicens.
(Mt 5, 1 f.)

Übersetzung:

Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg.
Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte:

17. Gemischter Chor, Knaben und Orchester

Beati pauperes spiritu,
quoniam ipsorum est regnum caelorurn.

Altsolo

Beati, qui lugent, quoniam ipsi consolabuntur.

Solistenquartett

Beati mites, quoniam ipsi possidebant terram.

Baßsolo und Frauenchor

Beati, qui esuriunt et sitiunt iustitiam, quoniam ipsi saturabuntur.

Chor und Knaben

Beati misericordes, quia ipsi misericordiam consequentur.

Altsolo und Männerchor

Beati mundo corde, quoniam ipsi Deum videbunt.

Solistenquartett

Beati pacifici, quoniam filii Dei vocabuntur.

Chor und Knaben, Alt- und Baßsolo

Beati, qui persecutionem patiuntur propter iustitiam, quoniam ipsorum est regnum caelorum.

(Mt 5,3-12)

Übersetzung

Selig, die arm sind vor Gott; den ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Missionarischer Einsatz

18. Kilian (Tenor) und Orchester

Auf Gottes Wegen wandle ich und Gott in meiner Spur. (Iro-schottisches Volksgut)

19. Sprecher, Schlagzeug und Orgel (Orgelempore)

Kilian und sein Gefährten predigten und tauften. "Mit ehrfürchtigem Sinn und frommen Eifer taten sie alles, was immer dem Heil der Seelen und der Verbreitung des Glaubens diente." (Passio Kiliani minor 1)

20.Knaben und Orchester

Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten. (1 Kor 1,23)

Kilian (Tenor), Kolonat (Bariton) Totnan (Baß)

Christi Kreuz, sei vor mir, mich zu führen.

Knaben

Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten.

Kilian, KoIonat, Totnan

Christi Kreuz, sei hinter mir, mich zu behüten.

Knaben

Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten.

Kilian, KoIonat, Totnan

Christi Kreuz, hilf in den Höhlen und auf den Höhen (Columcille zugeschrieben)

Knaben

Wir verkündigen allen den Frieden:

Chor

Friede der Seelen, Friede des Himmels, Friede des lmmerseienden. (Ortho nan Geidheal)

Kilian, Kolonat, Totnan

Christus ist unser Friede (Eph 2, 14)

21. Herzog (Baß) und Orchester

O, du Sohn Gottes,
wirke ein Wunder für mich
und wandle mein Herz;
Du bist es,
der uns die klare Sonne gibt
und auch das Eis;
du läßt den Nußbaum erblühen,
durch dich keimt das Korn,
du schöne Ahre unseres Weizens.
O, du Sohn Gottes,
wirke ein Wunder für mich
und wandle mein Herz;
wandle meine Bosheit in
Güte.
(Tadhg Ög Ö hViginn)

Das hohepriesterliche Gebet

22. Evangelist (Bariton) und Orchester

Jesus dixit: Pater, venit hora: clarifica filium tuum, ut filius clarificet te.
Non pro his rogo tantum, sed et pro eis, qui credituri sunt, ut omnes unum sint: ut mundus credat.
(Joh 17,1; 20f.)

Übersetzung:

Jesus sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche.
Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die glauben. Alle sollen eins sein: damit die Welt glaubt.

23. Altsolo und Holzbläser

Unum corpus et unus Spiritus, una spes, unus Dominus, una fides, unum baptisma;
unus Deus et Pater omnium, qui super omnes et per omnia et in omnibus. Amen.
(Eph 4,4-6)

Übersetzung:

Ein Leib und ein Geist, eine Hoffnung, ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist. Amen.

Vorbereitung auf den Tod

24. Kilian (Tenor) und Orchester

Mein innerstes Sehnen und Suchen ist, das Antlitz Gottes zu schauen. (Anonymus, 11. Jh.)

25. Sprecher, Schlagzeug und Orgel II und III (Orgelempore)

Als die Zeit ihres Leidens nahte, gaben sich die Märtyrer Christi Tag und Nacht
dem Gebet und dem Fasten hin, froh ohne Traurigkeit und ergeben ohne Furcht.
(Passio Kiliani minor 9)

26. Kilian (Tenor) und Orchester

Brüder, laßt uns wachen!
Bald schon wird der Herr bei uns sein
und an die Pforte klopfen.
Brüder, laßt uns wachen,
daß er uns nicht schlafend findet.

Kilian (Tenor), Kolonat (Bariton), Totnan (Baß)

Füllen wir Öl in unsere Lampen, solange es noch Zeit ist. (Passio KiIiani major 13)

27. Knaben und Orchester

Schenk mir deine Liebe,

Sopran- und Tenorsolo

die keinen Untergang kennt

Knaben

Schenk mir deine Liebe,

Sopran- und Tenorsolo

damit meine Lampe entbrennt und nicht verlischt.

Knaben

Schenk mir deine Liebe,

Sopran- und Tenorsolo

damit sie mir erglüht und anderen leuchtet.

Chor

Nichts soll deine Liebe in uns löschen, keine Fluten der Erde, der Luft und des Meeres.
Du sagst ja: "Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen."
(HId 8,7)

Knaben

Schenk mir deine Liebe. (Kolumban)

 

VI. Kreuzesleiden und Tod

28. Evangelist (Bariton) und Orchester

Crucifiguntur cum eo duo latrones. Cum vidisset Jesus matrem et discipulum stantem, quem diligebat, dicit matri: Mulier, ecce filius tuus. Dicit discipulo: Ecce mater tua. Cum ergo accepisset acetum, Jesus dixit: Consummatum est! (Mt 27,38; Joh 19,26f. 30)

Übersetzung:

Zusammen mit ihm wurden zwei Räuber gekreuzigt.
Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!

29. Sopransolo und Orchester

Maiorem dilectionem nemo habet, ut animam suam quis ponat pro amicis suis. (Joh 16,13)

Übersetzung:

Niemand hat eine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.

Chor

Neque mors neque vita
neque angeli neque principatus
neque instantia neque futura
neque virtutes nequo altitudo
neque profundum,
neque alia quaelibet creatura
potent nos separare a caritate Dei,
quae est in Christo Jesu Domino nostro.
(Röm 8,38f)

Sopransolo

Deus caritas est. (1 Joh 4,16)

Übersetzung:

Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Gott ist die Liebe.

Martyrium

30. Kilian (Tenor) und Orchester

Christus, mein Freund, mein Helfer, mein Sehnen gilt dem Land, in das du mir vorausgegangen bist. (Anonymus, 12. Jh.)

31. Sprecher, Schlagzeug, Orgel (Orgelempore)

Zur Nachtzeit, als sie einmütig zum Lob Gottes vereint waren, trat der Henker zu ihnen, das Schwert gezückt, gerüstet, sie nach dem Befehle der Herzogin Geilana zu töten. Als Kilian dies sah, sagte er zu den Seinen:
Jetzt ist der lang ersehnte Tag da. Geht mit mir in den geistlichen Kampf, ohne Furcht, ohne Zittern, denn der Herr sagt uns: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können."
(Mt 10,28)

Alle wurden in gleicher Weise enthauptet und mit dem Martyrium gekrönt. (Passio Kiliani minor 10)

32. Männerchor und Orchester

Siehe, ich bin da. Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens.
(Offb, 22,13f)

33. Sopransolo und Orchester

O König,
dein ist der Baum des Lebens mit allen Blüten.
Nach jeder Seite hin strecken sich Wipfel und Äste
über die Felder und Flächen des Himmels.
Früchte und Blätter vergehen nicht.
Lieblich ist der Schwarm der Vögel, den er birgt.
Jeder der guten, buntschillernden Vögel hat hundert Federn.
Für jede Feder singt jeder strahlend und rein hundert Lieder.
(Anonymus, 10. Jh.)

 

VII. Auferstehung

34. Solo für zwei Orgeln (II und III) und Schlagzeug (Orgelemporen)

35. Evangelist (Bariton), Knaben und Orchester

Christus resurrexit a mortuis, primitiae dormientium. Halleluja.
Quoniam enim per hominem mors, et per hominem resurrectio mortuorum:
Halleluja.
Sicut enim in Adam omnes moriuntur, ita et in Christo omnes vivificabuntur.
Halleluja.
(1 Kor 15,20-22)

Übersetzung:

Christus ist von den Toten auferstanden als der Erste der Entschlafenen.
Halleluja.
Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten.
Halleluja.
Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
Halleluja.

36. Solistenquartett und Orchester

Surrexit Dominus vere. (Lk 24,34)

Chor

Absorpta est rnors in victoria.
Ubi est, rnors, victoria tue?
Ubi est, mors, stimulus tuus?
(1 Kor 15,54f.)

Solistenquartett

Surrexit a mortuis et ecce praecedit vos. (Mt 28,7)

Chor

Deo eutern gratias, qui dedit nobis victoriarn per Dorninurn nostrurn Jesurn Christum. (1 Kor 15,57)

Solistenquartett und Chor

Deus conresuscitavit nos et consedere fecit in caelestibus in Christo Jesu. Halleluja. (Eph 2,6)

Übersetzung:

Der Herr ist wirklich auferstanden.
Verschlungen ist der Tod vom Sieg.
Tod, wo ist dein Sieg?
Tod, wo ist dein Stachel?
Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus.
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Gott hat uns mit Christus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben. Halleluja.

Himmlische Herrlichkeit

37. Kilian (Tenor) und Orchester

Du König der Herrlichkeit, Großes weißt du zu schenken. Nichts ist größer als du. (Kolumban)

38. Sprecher, Schlagzeug und Orgel

Freund Kilian, steh auf. Du wirst allzeit als Sieger bei mir sein. (Passio Kiliani major 13)

39. Kilian (Tenor), Kolonat (Bariton), Totnan (Baß) und Orchester

Ja, unser König und Herr, wir wollen ewig in deinem Königspalast wohnen, wir wollen ewig an deinem Tisch Festmahl halten. (Anonymus, 10. Jh.)

Chor

Du bist unser alles.

Knaben

Du bist unser Leben, unser Licht

Chor

Du bist unser ein und alles.

Knaben

Du bist unser Heil,

du bist unsere Speise, unser Trank.

Sopran- und Altsolo

Du bist unser ein und alles.

Chor

Du bist unser Herr und Gott.

 

VIII. Kilian, Kolonat und Totnan

40. Sprecher, Schlagzeug und Orgel (Orgelempore)

Heute gürte ich mich mit einer großen Macht auf meinem Weg zum Schöpfer hin:
mit der Anrufung der heiligen Dreifaltigkeit, mit dem Glauben an die Dreiheit, mit dem Bekennen der Einheit.
Ich erhebe mich heute in der Verkündigung der Apostel, im Glauben der Bekenner, im Zeugnis der Märtyrer.
(Lorica Patricks)

41. Männerchor und Orchester

Servi Christi sunt tres isti:

Colonatus et Totnanus et beatus Kilianus.

Gemischter Chor

Salve vera spes sincera.

Trinitatis sub figura nostri tam expressa cura.

Knaben

Isti enim in agone
spe mercedis et coronae
servierunt Trinitati.

Solisten

Cui et nos serviendo,
Laudes, preces effundendo
eius mirae bonitati.

Knaben

Exoremus donis eius
Nos tam bonis his patronis
Combeari et sociari
in aeterna requie.

(Sequenz zum Kiliansfest von Johannes GaIIicus, Strophe 6, 10 und 11)

Übersetzung:

Diese drei sind Knechte Christi:
Kolonatus und Totnanus und der sel‘ge KiIianus
Grüß dich, wahre, klare Hoffnung,
Abbild des dreiein‘gen Gottes, das uns seine Fürsorg‘ kündet.
Noch im Todeskampf dienten
die drei dem dreiein‘gen Gotte.
Lohn erhofften sie und Kronen.
Ihm und seiner großen Güte
gelten unsre treuen Dienste,
Lobgesang und Bitten bietend.
Flehn wir, daß durch seine Gnade
wir den guten Schutzpatronen
immerdar verbunden bleiben
in der ew‘gen Seligkeit.

42. Gemischter Chor, Knaben und Orchester

Halleluja!

Chor

Laudate Dominum in sanctis eius,

Sprecher

Laudate eum in firmamento virtutis eius,

Sprechchöre

laudate eum in magnalibus eius,

laudate eum secundum multitudinem magnitudinis eius.

Baßsolo

Laudate eum in sono tubae,

Sopransolo

laudate eum in psalterio et cithara,

Sprecher, Soli, Chor, Knaben, Orchester und Orgeln

laudate eum in tympano et choro,
laudate eum in cymbalis benesonantibus
laudate eum in cymbalis iubilationis:
omne quod spirat, laudet Dominum.
Halleluja.

(Ps 150)

Knaben, Chor, Orchester und Orgeln

Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc et semper, et in saecula saeculorum. Amen.

Übersetzung:

Halleluja!
Lobet Gott in seinen Heiligen,
lobt ihn in seiner mächtigen Feste!
Lobt ihn für seine großen Taten,
lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!
Lobt ihn mit dem Schall der Hörner,
lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Pauken und Tanz,
lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!
Lobt ihn mit hellen Zimbeln,
lobt ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem
Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen.